Thomas auf der Himmelsleiter

Thomas, ein kleiner „Felix Mitterer“, ist ein armer Dorfschuster und lebt rechtschaffen und in den ärmlichsten Verhältnissen zusammen mit seiner alten Haushälterin Kuni und seinem ebenso alten Gesellen Wastl. Seine Notlage wird noch gesteigert durch einen Zwangsräumungsbefehl seines Gläubigers, des reichen Ochsenbauern. In seiner Bedrängnis fährt Thomas nach Innsbruck, um seine „Versl“ und „Theaterstückeln“ beim ORF und Co an den Mann zu bringen, um seinen Verpflichtungen nachzukommen und die Zwangsräumung zu verhindern — aber leider ohne Erfolg.
Mit Gott und der Welt im Hader, verbringt er die Nacht im Bahnhof, um dann wieder mit dem ersten Zug nach Hause zu fahren. Im übermüdeten Schlaf bemerkt er nicht, dass ihm seine Brieftasche gestohlen wird. Erst beim Erwachen entdeckt er das Fehlen derselben und so muß er nun mittellos den weiten Weg zu Fuß ins Oberland antreten. Er marschiert schon einen ganzen Tag auf der Landstraße. Von einem fremden Herrn, der ihn um Auskunft bittet, wird er dann im Wagen mit nach Hause genommen und kommt so bei Nacht und ohne von Kuni und Wastl bemerkt zu werden, an.
Inzwischen wurde der Dieb beim Überqueren der Geleise in der Nähe von Innsbruck von einem Zug tödlich überfahren. Aus den vorgefundenen gestohlenen Papieren wird der Tote als Thomas Nothaas identifiziert.
Thomas, der von dem Fremden durch Zufall die Abendzeitung erhält, liest mit Ergötzen von seinem Tod und kommt dann in seiner Not und Bedrängnis auf die Idee, tot zu bleiben — um leben zu können.
Was sich nun daraus für Komplikationen ergeben und wie alles zu seinem Glück sich wendet, ist nicht nur geneigt, das Publikum auf das köstlichste zu unterhalten, sondern es wird auch ordentlich die Lachmuskeln strapazieren.

Komödie in zwei Akten von Maximilian Vitus

© Wilhelm Köhler Verlag München
bearbeitet von Albert Tschallener